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Das Wichtigste zum Altersvorsorgedepot - Lisa Hassenzahl im Interview bei hallo hessen

Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027: Die größte Reform der privaten Altersvorsorge seit Riester


Die Bundesregierung hat mit dem Altersvorsorgedepot eine umfassende Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen. Ziel ist es, die bisherige Riester-Rente durch ein einfacheres, kostengünstigeres und renditestärkeres System zu ersetzen. Statt teurer Versicherungsprodukte mit strengen Garantievorgaben sollen künftig vor allem ETFs und Fonds zum Einsatz kommen.


Vergangene Woche war Lisa Hassenzahl zu Gast bei hallo hessen für ein Interview zum neuen Altersvorsorgedepot. Die gesamte Sendung können Sie unter folgendem Link ansehen: hallo hessen – Teil 1 vom 27.05.2026 - hier anschauen & hallo hessen – Teil 2 vom 27.05.2026 - hier anschauen

Alle Informationen rund um das Altersvorsorgedepot erhalten Sie ab Minute 31.


Das Wichtigste im Überblick:


1. Start ab 2027

Das Altersvorsorgedepot soll zum 1. Januar 2027 eingeführt werden und die klassische Riester-Rente schrittweise ablösen. Bestehende Riester-Verträge bleiben bestehen und können nach heutigem Stand in das neue System übertragen werden.


2. ETF-basierte Altersvorsorge

Das Kapital wird überwiegend in breit gestreute ETFs und Fonds investiert. Die bisherige 100-Prozent-Beitragsgarantie entfällt, wodurch höhere Aktienquoten und langfristig bessere Renditechancen möglich werden.


3. Hohe staatliche Förderung

Für eigene Einzahlungen gibt es staatliche Zulagen:

  • 50 % Förderung auf die ersten 360 € Jahresbeitrag

  • 25 % Förderung auf die nächsten 1.440 €

  • maximale Grundzulage: 540 € pro Jahr

Bereits ab 10 € monatlicher Einzahlung kann eine Förderung beantragt werden.


4. Kinderzulage pro Kind

Familien profitieren besonders stark:

  • bis zu 300 € Kinderzulage pro Kind und Jahr

  • zusätzlich zur Grundzulage

  • die Zulage wird für jedes kindergeldberechtigte Kind gewährt

Eine Familie mit zwei Kindern kann allein über die Zulagen mehr als 1.100 € Förderung pro Jahr erhalten.


5. Selbstständige erstmals umfassend förderfähig

Eine der größten Neuerungen: Auch Selbstständige, Freiberufler und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke sollen die staatliche Förderung nutzen können.


6. Steuerstundung während der Ansparphase

Innerhalb des Altersvorsorgedepots fallen während der Ansparphase keine laufenden Steuern auf Dividenden oder Kursgewinne an. Das Kapital kann dadurch ungestört vom Zinseszinseffekt profitieren.


7. Mehr als 1.800 € Einzahlung möglich

Die maximale staatliche Förderung wird bei 1.800 € Eigenbeitrag erreicht. Darüber hinaus können jedoch zusätzliche Beträge eingezahlt werden – aktuell bis zu 6.840 € pro Vertrag und Jahr. Pro Person sind bis zu zwei Verträge möglich. Diese zusätzlichen Beiträge erhalten zwar keine Zulage, profitieren aber weiterhin von der steuerbegünstigten Ansparphase.


8. Neues Standardprodukt für Einsteiger

Für Menschen ohne Börsenkenntnisse soll ein einfaches Standardprodukt eingeführt werden:

  • ETF- und fondsbasiert

  • kostengedeckelt

  • einfach online abschließbar

  • weitgehend automatisiert

Das Modell orientiert sich an erfolgreichen internationalen Vorbildern wie Schweden oder Großbritannien.


9. Flexible Auszahlung im Alter

Im Gegensatz zur Riester-Rente sind künftig mehrere Auszahlungswege vorgesehen:

  • lebenslange Rente

  • Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr

  • bis zu 30 % Kapitalentnahme zum Rentenbeginn

Dadurch bleibt deutlich mehr Flexibilität erhalten. Dennoch gilt: Die Auszahlung ist frühestens mit Erreichen des 65. Lebensjahres möglich. Anlegerinnen und Anleger sollten sich somit keinesfalls nur auf das Altersvorsorgedepot beschränken.


10. Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Das neue Altersvorsorgedepot dürfte insbesondere für Menschen interessant sein, die noch viele Jahre bis zum Renteneintritt haben und vom langfristigen Wachstum der Kapitalmärkte profitieren möchten.


Besonders attraktiv für:


Junge Sparer

  • Lange Laufzeiten verstärken den Zinseszinseffekt.

  • Höhere Aktienquoten bieten langfristig bessere Renditechancen.


Familien mit Kindern

  • Bis zu 300 € Kinderzulage pro Kind und Jahr.

  • Hohe Förderquoten bereits bei vergleichsweise niedrigen Eigenbeiträgen.


Selbstständige und Freiberufler

  • Erstmals umfassend förderfähig.

  • Möglichkeit, staatliche Zulagen mit ETF-basiertem Vermögensaufbau zu kombinieren.


Gutverdiener

  • Zusätzliche steuerliche Vorteile.

  • Attraktive Kombination aus Förderung und Steuerstundung.


ETF-Anleger

  • Kapitalmarktorientierte Anlage ohne die bisherigen Riester-Einschränkungen.

  • Potenziell höhere Renditen durch den Wegfall der vollständigen Beitragsgarantie.


Weniger geeignet für:


Menschen kurz vor der Rente

  • Kurze Laufzeiten reduzieren die Vorteile des Kapitalmarkts.

  • Kursschwankungen können kurz vor Rentenbeginn stärker ins Gewicht fallen.


Sehr sicherheitsorientierte Anleger

  • Das neue Modell verzichtet auf die bisherige 100-Prozent-Beitragsgarantie.

  • Wertschwankungen gehören zum Konzept.


Besitzer alter Riester-Verträge mit attraktiven Garantien

  • Ältere Verträge verfügen teilweise über hohe Garantiezinsen oder günstige Rentenfaktoren.

  • Ein Wechsel sollte immer individuell geprüft werden.


 

 
 
 

2 Kommentare


Eugene Pinkman
Eugene Pinkman
vor 6 Tagen

Reforma prywatnego oszczędzania na emeryturę zapowiada się jako jedna z najciekawszych zmian ostatnich lat. Odejście od skomplikowanych i kosztownych produktów na rzecz ETF-ów oraz funduszy może sprawić, że więcej osób zacznie świadomie budować swój kapitał na przyszłość. Czas pokaże, jak nowe rozwiązanie sprawdzi się w praktyce, ale kierunek wydaje się bardzo obiecujący. A po lekturze tematów finansowych warto znaleźć chwilę na rozrywkę i zajrzeć na https://spinmama.de

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John Hargen
John Hargen
09. Juni

Ganz ehrlich: Das klingt nach der größten Renten-Revolution seit Jahren. 😄

Besonders spannend finde ich, dass künftig viel stärker auf ETFs gesetzt wird. Wer noch 20 oder 30 Jahre bis zur Rente hat, könnte dadurch deutlich bessere Renditechancen bekommen als mit den alten Riester-Modellen. Auch Familien dürften sich über die hohen Zuschüsse freuen – bei mehreren Kindern kommt da jedes Jahr eine ordentliche Summe zusammen.

Ein echter Pluspunkt ist außerdem, dass Selbstständige endlich voll von der Förderung profitieren sollen. Das war längst überfällig.

Natürlich gibt es auch einen Haken: Wer absolute Sicherheit liebt, wird sich erst an die Schwankungen der Kapitalmärkte gewöhnen müssen. Aber langfristig betrachtet könnte das neue System für viele Sparer deutlich attraktiver werden.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie…

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