#stayhomechallenge – Zeit für Dinge, die man sonst nicht tut

Es kommt tatsächlich selten vor, aber angesichts der Entwicklungen der letzten drei Wochen überkommt mich doch hin und wieder Sprachlosigkeit. „Ich hätte nie für möglich gehalten, dass so etwas passiert“, „Ich warte immer noch darauf, dass jemand aufsteht und sagt, das war alles nur ein Scherz“, „Man sieht die Nachrichten und die Entwicklungen, gleichzeitig scheint draußen die Sonne und man hat das Gefühl, das kann doch gar nicht sein…“. Das sind drei Aussagen, aus Gesprächen mit Kunden, die ganz gut auf den Punkt bringen, was auch ich immer wieder denke. Jeden Tag ergeben sich neue Entwicklungen und das Tempo, mit dem das alles passiert, ist eigentlich gar nicht zu erfassen.

Vor 1,5 Wochen ging es noch um die Frage, ob Fußballspiele mit oder ohne Zuschauer stattfinden sollen…

 

Eine solche Ausnahmesituation, wie wir sie aktuell erleben, stellt die Gesellschaft auf eine Probe und bringt naturgemäß Abgründe, aber auch unerwartete, schöne Seiten zum Vorschein. An dieser Stelle möchte ich nicht in die Spekulationen einsteigen, welche geheime Verwendung Toilettenpapier findet oder bewerten, ob Hamsterkäufe moralisch in Ordnung sind. Noch befinden wir uns in einer Situation, in der es allgemein doch eher zu einem kleinen Schmunzeln führt. Aber es gibt eben auch die schönen Seiten, wie etwa das in sozialen Medien als #nachbarschaftschallenge Einkaufen für ältere Mitmenschen bzw. Risikopersonen.

 

#stayhomechallenge – Backen, Sport, Finanzen

Tatsächlich bringt die aktuelle Situation eine gewisse Entschleunigung unseres Alltages mit sich und man hat auch mal Zeit, sich mit

Dingen und Themen zu beschäftigen, die normalerweise keine oder zu wenig Beachtung finden. In den sozialen Medien finden sich kreative Ideen für Sport zuhause, Menschen backen, basteln, musizieren.

 

Moment…Zeit, für Dinge, um die man sich sonst nicht kümmert: Finanzen und alles, was damit zu tun hat. Tatsächlich erreichen uns in den letzten zwei Wochen zahlreiche Anfragen neuer Kunden, die nun „endlich mal Zeit haben, sich um ihre Finanzplanung zu kümmern“ oder denen die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten vor Augen führen, dass eine nachvollziehbare Anlagestrategie hilfreich ist, um die Entwicklungen diszipliniert zu überstehen.

 

Money + Quarantine = #Moneytine

In diesem Sinne habe ich die aktuell am häufigsten diskutierten bzw. die meist gestellten Fragen aufgelistet. So zusagen eine kleine Inspiration für diejenigen, die noch nicht so richtig wissen, wie sie sich dem Thema Finanzen nähern sollen.

 

Dem sei die aus unserer Sicht wichtigste Frage bzw. der wichtigste Schritt vorausgeschickt:

Wie komme ich zu einer nachvollziehbaren Anlagestrategie, die meine persönliche Situation, meine Anlageziele, meine Risikobereitschaft sowie meine aktuelle Vermögensstruktur berücksichtigt?

  • Ist jetzt die Zeit, in die Kapitalmärkte zu investieren, nachzukaufen oder soll ich lieber noch abwarten?
  • Ich habe größere Summen auf Sparkonten. Steigt das Risiko im Bankensystem und was kann ich tun, um diese Risiken zu umgehen?
  • Welche Auswirkungen haben die Hilfspakete, das Helikoptergeld aber auch die geschlossenen Unternehmen für mich als Sparer, Versicherten oder Anleger?
  • Sind Immobilien jetzt das Mittel der Wahl?
  • Kann ich die niedrigen Stände an den Kapitalmärkten nutzen, um Wertpapiere im Rahmen der Nachfolgeplanung zu verschenken?

 Das sind nur einige wenige Themen, die ich aktuell immer wieder bespreche. 

 

Grundsätzlich zeigt eine Extremsituation wie die aktuelle Phase vor allem den Vorteil einer Finanzplanung, die auf Basis der eigenen Vermögensstruktur, der finanziellen Ziele, Risikobereitschaft und des Anlagehorizonts erstellt wurde. Auch die beste Finanzplanung kann temporäre Verluste in der Kapitalanlage nicht verhindern, aber sie gibt die Sicherheit und die Disziplin, die Strategie beizubehalten. 

 

"In Krisen zeigt sich der große Nutzen einer Finanzplanung"

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